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Rauls Tartar vom Rind oder Französisch für Anfänger

Wobei, bei der folgenden Bestellung könnte nicht ganz so viel schief laufen:
Denn, was essen wir in dem kleinen Restaurant im noch kleineren Ort im Elsass ganz besonders gern (also unter anderem …)?! Das sensationelle Tartar vom Rind!

Rauls Tartar vom Rind pur

Schon wenn Stèphan, der Besitzer, Koch, Barmann, Service und vieles mehr … mit den einzelnen Zutaten am Tisch steht und anfängt, diese zu mischen … Er selbst eher wortkarg, aber voller Überzeugung von seinem Produkt, das er so professionell mit Leidenschaft und Hingabe nur für den jeweiligen Gast zusammenfügt.
Man kann es kaum erwarten, diese wahlweise leicht oder richtig pikante Variante endlich zu probieren!
Etwas geröstetes Baguette dazu und genießen!

Elsässer Variante des Rinder-Tartars

Raúl erinnert das immer sehr an die Variante, die er in seiner Lehrzeit kennengelernt hat, verfeinert durch Lebenserfahrung ;-):

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Zutaten für Raúl und mich + in etwas abgeänderter Form auch für die Kinder:

400g feinstes Rindfleisch (bei sehr guter Qualität ziehen wir Rücken dem Filet vor) – 4 Kirschtomaten – 2 Kapernäpfel – wahlweise 1/4 bretonische Rosé-Zwiebel – 3 Stängelchen Blattpetersilie  – 1 Frühlingszwiebel – 1 Eßl. Senf – 1 Eigelb – 1 Tl. Worcestersauce – Schärfe zB 1 Tl. Chilisauce (Raúl püriert hier immer selbst Tomatenmark, Akazienhonig (da geschmacklich sehr neutral), Balsamico-Essig und frischen scharfen Chili) – 1/4 Zitrone

Unsere Zutaten zum Rindfleisch

Während die übrigen Zutaten bereits im Vorfeld klein gehackt und vorbereitet werden können, das Rindfleisch ganz frisch, à la minute mit einem absolut scharfen Messer in ganz kleine Mini-Würfel schneiden.
Das allerwichtigste dabei ist, wer hätte das gedacht, so als Hauptbestandteil, das Schneiden des Fleisches! Auf gar keinen Fall (!!) mehrfach schneiden und am besten noch zuletzt quetschen! Hilfe!!
Wie das geht? Ganz einfach: Aus dem Stück Rindfleisch im ersten Schritt so dünne Scheiben schneiden, dass diese nur noch einmal längs in Streifen und danach einmal quer in Würfel geschnitten werden.
Das ist im Ergebnis zwar immer noch grober als aus dem Fleischwolf, aber genau das ist für uns perfekt und das lieben wir!

Alle Zutaten, mit einer Gabel links und einem Löffel rechts in der Hand, gründlich mit dem Fleisch verrühren, so dass, die in Kochbüchern immer als solche bezeichnet, „homogene Masse“ entsteht. Fertig!

Zutaten vermischt! Fertig!

Obwohl Pommes frites Raúl und mich eher an fast food erinnern, lieben wir sie als Beilage hierzu – automatisch habe ich da die Pariser Restaurants im Kopf … aber das geht uns irgendwie immer nur zu diesen französischen Gerichten so! Ein anderes Gericht sind ‚Moules frites‘  – Miesmuscheln in Weißweinsud mit … klar, Pommes frites! Aber dazu ein anderes Mal …

Für die Vegetarier unter uns sind aber auch Zucchinipuffer als Beilage sehr zu empfehlen! Die kann man nämlich mit Minz-Joghurt perfekt auch ohne Tartar genießen … aber sagt nicht, wir hätten Euch nicht informiert, dass Ihr da wirklich etwas verpasst … Oder wie Raul es sagen würde: „Perfekte Beilage zum Fleisch!“.

Alternative Beilage: Zucchinipuffer mit zitronigem Minz-Joghurt

Durch das rohe Fleisch muss der Tartar relativ zügig verzehrt werden.
Falls Ihr Euch aber doch mit der Menge oder Eurem Hunger oder Eurer Lust oder was auch immer auf dieses Lieblingsgericht vertan habt – sehr selten, kommt aber das ein oder andere Mal sogar bei uns vor (aber wahrscheinlich nur, da das eines der Dinge ist, die die Kinder noch nicht essen (sollen):
Sehr fein auch als Frikadelle in etwas Olivenöl braten und zB mit Vollkornbrot genießen!

Tartar – für die Kinder fein gebraten

Fast genauso gut – aber nur fast!
Als Alternative zu einer herkömmlichen Frikadelle aber ganz definitiv zu empfehlen!! Das wäre wahrscheinlich auch die Variante einer Frikadelle, die wir im Elsass bekommen würden!

À bientôt et bon appétit!

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